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Dem Nachwuchs wird bei der Firma Jacobs Maschinenbau aber auch heute schon große Aufmerksamkeit geschenkt. Seit 20 Jahren wird die Ausbildung von Fachkräften bei den Spezialisten für Saatgutaufbereitung und Landwirtschaftsmaschinen in Halle groß geschrieben.
Bereits mehr als 40 junge Leute haben die Firma als gestandene Metallbauer verlassen. Aber wie bei vielen Unternehmen in Sachsen-Anhalt ist bereits deutlich der zunehmende Fachkräftemangel zu spüren. Allein im Sommer 2011 werden 11750 Real- und Hauptschüler die Schule verlassen. Dem gegenüber stehen 16000 offene Lehrstellen. Zum anderen wächst im Bundesland stetig der Bedarf an Ingenieuren und Facharbeitern speziell im Metall- und Elektrobereich. “Um diesem Mangel zu begegnen, setzen mehr als zwei Drittel der Industrieunternehmen auf eine betriebliche Ausbildung. Mehr als jedes zweite Unternehmen bildet seine Arbeitskräfte selbst aus“, weiß Stefan Möslein, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Industrie-und Handelskammer Halle-Dessau. Aber auch bei den Handwerksbetrieben in Sachsen-Anhalt lautet das Motto: „Wer jetzt nicht ausbildet, verschläft die Zukunft. Dies kann Geschäftsführer Thomas Jacobs, der gemeinsam mit Bruder Christoph und Vater Klaus das Familienunternehmen leitet, nur bestätigen. „Diesem Fachkräftemangel kann nur durch gezielte Lehrlingsausbildung begegnet werden.
Und das Unternehmen benötigt dringend ausgebildete Fachkräfte. Denn Jacobs-Montageteams sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen, Ungarn, Österreich und Italien unterwegs. „Gerade haben wir eine Anlage fertig gestellt, die per Container nach Chile verschifft wurde“, erzählt Thomas Jacobs. „Eine Anlage zur Grassamenaufbereitung ging sogar nach China. Die vom Auftraggeber aber selbst vor Ort montiert wurde“, schmunzelt er. „Der Montageaufwand wäre zu groß gewesen.“
Der Weg vom Feld bis in die Samentüte, ob Grassamen, Blumensamen oder Heilkräuter-Samen, ist ohne eine „Jacobs-Anlage“ kaum denkbar. In einer Stunde kann eine Tonne Samen gereinigt und verpackt werden. „Zurzeit sind unsere Anlagen besonders in bäuerlichen Fachbetrieben gefragt, die auf ökologischen Anbau setzen“, erklärt der Junior-Chef. „Deshalb bilden wir nicht nur aus, sondern jeder Lehrling hat auch große Chancen von uns übernommen zu werden.“
René Boeck ist einer von ihnen. Er begann als Praktikant in der Firma Jacobs, lernte Metallbauer, beendete als bester Lehrling seines Jahrgangs die Ausbildung und gehört seit März zum festen Mitarbeiterteam. Doch welche Voraussetzungen müssen junge Leute überhaupt mitbringen? „Gute Noten in Mathematik, Deutsch und den naturwissenschaftlichen Fächern. Aber wir legen auch großen Wert auf gutes Benehmen, Allgemeinwissen und Kontaktfreudigkeit. Schließlich haben unsere Monteure vor Ort direkt mit unseren Kunden Kontakt. Deshalb sind auch Kenntnisse der englischen Sprache von Vorteil“, erklärt Senior-Chef Klaus Jacobs. „Denn wir haben auch schon eine Kaffee-Aufbereitungsanlage in Douala, in Kamerun montiert.“
Doch an der Leipziger Chaussee in Halle wird nicht nur für den Eigenbedarf ausgebildet. In enger Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau, der Universität Magdeburg, der Hochschule Anhalt in Bernburg-Strenzfeld und der Hochschule Merseburg wird angehenden Ingenieuren die Möglichkeit gegeben ein Praktikum zu absolvieren.
Besonders eng ist aber die Zusammenarbeit zur Berufsbildungseinrichtung Dr. P. Rahn & Partner Schulen. „Jugendliche, die dort eine überbetriebliche Ausbildung machen, bekommen bei uns die Möglichkeit, den praktischen Teil ihrer Ausbildung zu absolvieren“, so Thomas Jacobs. „Dabei geht es vor allem darum, die jungen Leute für den Beruf zu begeistern.“ Wenn wundert es da, dass ehemalige Auszubildende ihren Handwerksmeister gemacht haben, oder nach der Ausbildung sogar Metallbau studieren, so wie Thomas Jacobs selbst. Auch er ist studierter Maschinenbauer. Dass die jungen Leute nicht nur solide ausgebildet werden, sondern sich auch wohl fühlen im Ausbildungsbetrieb, beweist der gute Kontakt auch nach der Ausbildung. „Noch heute schauen einige unserer ehemaligen Auszubildenden immer mal wieder bei uns vorbei.“
Autorin: Dagmar Perschke
Kontakt:
Maschinenbau Jacobs
Saatgutreinigungsmaschinen
Leipziger Chaussee 91-95
06112 Halle
Telefon: 0345/ 560 29 66
info@maschinenbau-jacobs.de
Italiens Landfläche könnten Christansen Print und die THIMM-Gruppe bedrucken, besitzen sie zusammen doch eine Kapazität von jährlich 300 Millionen Quadratmeter. Das bedeutet Marktführerschaft in Europa bei vorbedruckten Wellpapperohpapieren. Riesige Rollen davon stehen in der modernen Produktionshalle im Gewerbegebiet in Ilsenburg am Harz. Auf dem besonders festen Papier sind bekannte Werbebilder aufgedruckt: für tschechisches Bier und französische Babywindeln, für italienischen Wein und deutschen Magenbitter. Nicht die Hersteller dieser Markenartikel sind Kunden von Christiansen Print, sondern die Zulieferer von bedruckten Wellpappen. Mehr als 30 Prozent der Produktion gehen ins Ausland, darunter in alle Länder Skandinaviens, nach Frankreich und Spanien.
„THIMM“ – der neue Partner - produziert jährlich 150 Millionen Quadratmeter vorbedruckte Papiere und veredelt 80 Prozent davon im eigenen Haus zu Wellpappeverpackungen oder Displays. Das Familienunternehmen mit 60 Jahren Erfahrung ist der größte Kunde von Christiansen Print, weshalb das Zusammengehen der beiden ein strategisch wichtiger Schritt war. Nicht zuletzt ermöglicht die Kooperation, den Kunden kleine bis sehr große Druckformate kostengünstig und in hoher Qualität anzubieten.
Gedruckt wird bei Christiansen Print fast rund um die Uhr mit der weltweit größten servoangetriebenen Zentralzylinder-Flexo-Druckmaschine. Sie ist das technologische Herzstück der Firma und eine der modernsten Druckmaschinen, die derzeit auf dem Markt zu haben ist. Sie ermöglicht stufenloses Drucken in acht Farben. „Eine Art Kartoffeldruck“, erklärt Firmenchef Lars Christiansen, „nur, dass pro Minute etwa 460 Meter geschafft werden bei einer Arbeitsfläche von 2,5 mal 2 Metern. Ungefähr 16.000 Tonnen Papier bedrucken wir pro Jahr. Das ist schon eine große Menge, die da per Lkw bewegt wird. Wenn es plausibel machbar wäre, dann würden wir das auch mit der Bahn bewegen, aber die ist für unser schnelllebiges Geschäft nicht flexibel genug. Leider.“
Als Christiansen Print vor sechs Jahren neu gegründet wurde und 2005 die Produktion in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt aufnahm, war die zentrale Lage in Europa ausschlaggebend für den aus Dänemark stammenden Unternehmer Lars Christiansen. Dem 47jährigen liegt mit dem wildromantischen Harz nicht nur Sachsen-Anhalts Urlaubsregion Nr. 1 zu Füßen. Er hat je nach Wetterlage auch freien Blick auf den Brocken, den höchsten Berg Mitteldeutschlands.
„Wir hatten am Anfang keine Lieferverträge, und so sind die Mitarbeiter herumgefahren, um Druckaufträge einzuwerben“, erzählt Christiansen, „das ist ganz gut gelaufen. Unsere erste Druckabnahme fand mit der Firma ‚Jägermeister’ statt. Darauf waren wir alle stolz.“ Heute erzielt das Unternehmen einen Umsatz von circa 16 Millionen Euro im Jahr und beschäftigt 46 Festangestellte und elf Mitarbeiter mit befristeten Verträgen. „Sie sollen sich wohl fühlen“, sagt ihr Chef, „ich muss sie pflegen.“ Und dass dies wirklich ernst gemeint ist, spürt, wer die Firma besucht. Offen und freundlich wie das Großraumbüro gleich im Eingangsbereich ist auch das Arbeitsklima bei Christiansen. An modernen Arbeitsplätzen sind auffallend viele junge Leute beschäftigt. Einige Mitarbeiterinnen stehen an ihren hochgefahrenen Schreibtischen, andere sitzen auf ergonomischen Stühlen. Jeder hat zu jedem Blickkontakt, selbst zum Chef, den lediglich eine Glaswand vom Großraumbüro trennt. Alle sind per Du, typisch skandinavisch. Das Durchschnittsalter der Angestellten, die aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen kommen, liegt bei gut 30 Jahren. Eine Ausnahme von der Regel macht der 62jährige Instandhalter Bernd Köhler. Er ist von Anfang an dabei, hat bei Christiansen als Reinigungskraft begonnen. Dem damals Arbeitslosen standen vor Freude Tränen in den Augen, verrät sein Chef, als er den Arbeitsplatz bekam. Bernd Köhler war sich für keine Arbeit zu schade und stellte letztlich sein Können als Handwerker unter Beweis. Heute möchte Lars Christiansen nicht mehr auf seinen – wie er selbst sagt - „Lieblingsmitarbeiter“ verzichten. Köhler hält die Anlagen am Laufen. Demnächst kommt eine weitere Hochleistungsmaschine hinzu.
Christiansen ist überzeugt, dass der Trend weiter zu mehrfarbigen, hochwertig bedruckten Verpackungen geht. Die Nachfrage nach Flexo-Preprint-Produkten steigt stetig. Darauf hat sich Christiansen mit seinem 2007 ebenfalls in Ilsenburg gegründeten Tochterunternehmen INNOWO Print eingestellt. Auf der anderen Straßenseite steht der Betrieb, in dem Vliesstoffe für Hygieneprodukte mehrfarbig bedruckt werden. Ein europäisches Spitzenunternehmen – international ausgerichtet - mitten aus Sachsen-Anhalt.
Autorin: Margitta Häusler
Kontakt:
Christiansen Print GmbH
38871 Ilsenburg
Tel.: (039452) 48400
Luft – Licht - Raum. Es ist den elf docupoint-Mitarbeitern anzusehen, dass sie am liebsten immer nur die Arme ausbreiten würden. Mit 1.100 Quadratmetern ist die Produktionsfläche am neuen Standort dreimal so groß wie vorher in der Innenstadt von Magdeburg. Der Neubau im Technologiepark Ostfalen und die Beschaffung neuer Maschinen schlug mit etwa zwei Millionen Euro zu Buche. Dazu steuerte der Europäische Fonds für regionale Entwicklung 600.000 Euro bei.
Anfang September soll der Firmensitz feierlich eingeweiht werden. Seit Mitte Juni laufen dort aber bereits die Maschinen. Zeitweilig wurde sowohl am alten als auch am neuen Standort gedruckt. Die bestellten Abi-Zeitungen – ein neues Angebot seit diesem Sommer unter eigener Internetseite (www.abizeitungen24.de) - mussten fertig werden, aber auch Diplomarbeiten und Dissertationen, lose Blättersammlungen, Studienbücher für Fachhochschulen und Universitäten sowie Ratgeber und Belletristik für Verlage aus Stuttgart, Baden-Baden, Berlin und Mannheim. Ein starkes Segment bildet außerdem der Druck von Musikalien, von Notenblättern, Notenheften und ganzen Orchestersätzen. Hauptsächlich werden Nachauflagen für wissenschaftliche und juristische Verlage hergestellt, Klein- und Kleinstauflagen zwischen 50 und 1.500 Exemplaren, für die sich das aufwendige Offset-Verfahren finanziell nicht rechnet. Diese Nische bedient docupoint und bietet sich als Lohndruckerei an. Sie ist eine von etwa 30 in ganz Deutschland.
„Unsere Kunden schätzen unsere Flexibilität“, berichtet der für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Mitarbeiter André Lange, „innerhalb von fünf Tagen kann eine Nachauflage gedruckt und ausgeliefert werden. Alles läuft voll automatisch. Lediglich in der Layout-Abteilung wird noch einmal auf die Vorlagen geschaut, da und dort etwas für den Druck angepasst.“
Einer der Layouter ist Rollstuhlfahrer Marco Borchardt. Für ihn wurde nicht nur ein behindertengerechter Arbeitsplatz geschaffen. Im neuen Firmensitz ist mit Bedacht alles rollstuhlgerecht gebaut worden – ohne Schwellen, mit Aufzug und entsprechenden Sozialräumen. Das lag der Geschäftsführerin Anja Strangfeld und ihren Prokuristen Bernd Gralka und Steffen Schlüsselburg besonders am Herzen. Dies zeigen die drei Gesellschafter auch für die Umwelt. Ihre Firma ist im Frühjahr 2010 der Umwelt-Allianz Sachsen-Anhalt beigetreten. Eine Photovoltaik-Anlage steht auf dem Dach des neuen Produktionshauses.
Wer hätte das gedacht, als docupoint 1998 auf einer Fläche von 300 Quadratmetern begann, eine zuvor insolvente Firma wiederzubeleben. Mit Erfolg. Die drei Gesellschafter und eine Angestellte legten los. Die Aufträge aber verlangten erneut nach mehr Raum, und so stand die Geschäftsleitung vor gut zweieinhalb Jahren vor der Entscheidung, mehr Fläche zu mieten oder auf der grünen Wiese neu zu bauen.
„Da die Rahmenbedingungen einfach gepasst haben, entschieden wir uns relativ leicht für den Neubau. Ich kann jetzt sagen, es war die absolut richtige Entscheidung, weil wir hier alles nach unseren Vorstellungen gestalten konnten, vor allem die Arbeitsabläufe.“
Die aufgestellten Maschinen und Anlagen bilden jetzt ein großes U. Durch das Rolltor links werden die dicken Papierrollen und die Paletten mit den Papierbögen angeliefert. Vom Papiereingang geht es direkt in den Druck, von dort nach leichtem Bogen zum Schneiden und Heften bis zur Buchdeckelproduktion, um schließlich und endlich das fertig in Folie eingeschweißte Buch in den Versand zu geben.
Auf die neuen Maschinen sind die docupoint-Beschäftigten besonders stolz. Da ist zum Beispiel die neue Bindemaschine ET 1300 von „Heidelberg“ mit Drei-Seiten-Schneider. Der schneidet die Bücher nach dem Binden auf das Endformat zurecht. Umständliches und schweres Heben wird durch den Planschneider Polar 92 mit Hebebühnen vermieden. Die Papierpalette wird von einer Hebebühne bis zum Schneidtisch hochgefahren und auf der anderen Seite das fertig geschnittene Papier mit Hilfe einer kleineren Hebebühne wieder abgelegt. Eine wesentliche Arbeitserleichterung, die außerdem für eine schnellere Produktion sorgt. Im nächsten Jahr soll dann auch das Einschweißen der Bücher mit Hilfe neuer Technik vollautomatisch vonstatten gehen.
Am neuen Standort kann jederzeit angebaut werden. Schon jetzt denken die drei Chefs an weitere neue Maschinen und auch an mehr Mitarbeiter. Am 1. August 2010 beginnen drei junge Leute ihre Lehre bei docupoint – einem Unternehmen auf Expansionskurs.
Autorin: Margitta Häusler
Kontakt:
docupoint GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 14
39179 Barleben
Deutschland
Tel.: +49 (0)3 91 - 6 11 64-6
info@doccupoint-md.de
Das ReaWeC-Team hat sechs Jahre an der neuen Oberflächennassbeschichtung geforscht, die ihren Ursprung in der Beschichtungstechnologie der Filmherstellung hat.
Mit dieser Technologie "Made in Bitterfeld-Wolfen" können künftig zum Beispiel unsichtbare Sicherheitsmerkmale auf Produktoberflächen aufgetragen werden, kann Saatgut unter anderem mit lebenden Pilzkulturen beschichtet werden oder können Kunststofffolien für die Medizintechnik oder die Elektronik mit antistatischen Eigenschaften funktionell beschichtet werden.
Darüber informierte Dr. Roland Watzke, Sprecher des Innovativen regionalen Wachstumskerns ReaWeC aus Bitterfeld-Wolfen, im Rahmen der Abschlusspräsentation seiner Initiative am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik in Halle (Saale). In den kleinen und mittelständischen Unternehmen des Wachstumskerns sind zurzeit mehr als 100 Mitarbeiter tätig. Die Firmeninhaber investierten in den vergangenen Jahren fast zwei Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Bis zum Jahr 2011 sollen noch einmal 3,75 Millionen Euro hinzukommen. Der Umsatz der beteiligten Unternehmen kann bei positiver Entwicklung der neuen Verfahren und Produkte auf bis zu 16 Millionen Euro ansteigen. Im Ergebnis der Forschungsaktivitäten wurden bisher zwei neue Patente angemeldet, fünf weitere Anmeldungen und ein Gebrauchsmuster sind in Vorbereitung.
Darauf nahm Hans-Peter Hiepe, Referatsleiter im BMBF, Bezug und bewertete die vorgestellten Entwicklungsergebnisse: "Die an der ReaWeC-Initiative beteiligten Unternehmer und Wissenschaftler haben beispielhafte Arbeit geleistet. Basierend auf der Technologie klassischer Filmherstellung, die in Wolfen durch die Produktion des ersten Farbfilms der Welt zu Hause war, wurde diese regional starke Technologieplattform mit feinem Gespür für die neuen Anwendungen von heute und morgen, mit Phantasie sowie Geschäftssinn weiterentwickelt."
Dass dabei die vor Ort vorhandene Kompetenz unter anderem im Maschinen- und Anlagenbau, in der Feinchemie oder auch in der Messtechnik genutzt und erheblich erweitert werden konnte, unterstrich Hans-Peter Hiepe mit Nachdruck
Hans-Peter Hiepe bewertete die BMBF-Fördermittel für ReaWeC als sinnvolle Investition in eine neue regionale Technologieplattform.
Nun müsse man dieses Know-how in marktgerechte Produkte gießen. Aktuelle Kontakte mit Interessierten in Europa und Asien entwickeln sich positiv. Dieser eingeschlagene Weg könne vom Wachstumskern zu einem neuen Cluster modernster Beschichtungstechnologien im Raum Bitterfeld-Wolfen/Halle (Saale) führen.
Nächste konkrete Vorhaben sind eine neue Beschichtungsanlage, in der Folie mit bis zu 1,55 m Breite mithilfe der neuen ReaWeC-Technologie beschichtet werden kann. Außerdem in Vorbereitung: die neue Beschichtungsanlage für Saatgut. Voraussichtlich im kommenden Jahr 2011 können beide Anlagen den Betrieb aufnehmen.
Das technische Herz der ReaWeC-Beschichtungstechnologie bildet ein Kapillargießer. In ihn wird die jeweilig benötigte Flüssigkeit gepumpt und durch die Poren einer hauchdünnen Membran aus metallischen Oxiden gleichmäßig auf die zu beschichtende Oberfläche aufgetragen. So kann beispielsweise Folie durch die neue entwickelte ReaWeC-Geräteausstattung ohne zusätzliche Arbeitsschritte direkt im Herstellungsprozess beschichtet und getrocknet werden.
Jüngstes Kind der ReaWeC-Familie ist die Smart Membranes GmbH - eine Ausgründung der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg mit dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik. Künftig soll sie die Membranen in den Kapillargießern für innovative Anwendungen weiterentwickeln und an den Markt bringen. Eingesetzt werden können diese hauchdünnen Metalloxid-Plättchen in Hochtechnologiebranchen, zum Beispiel in Brennstoffzellen, in der Photovoltaik, bei der Entwicklung von Biosensoren sowie auch beim gesamten Thema Nanosicherheit - also überall dort, wo Oberflächen mit funktionalen, extrem dünnen und gleichmäßigen Schichten ausgestattet werden müssen.
Kontakt:
Mathias Ulbricht
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 114, "Regionale Innovationsinitiativen; Neue Länder"
Hannoversche Straße 28-30
D-10115 Berlin
Tel.: 01888 57 5273
Internet: http://www.bmbf.de
matthias.thomas.ulrich@T-Online.de
„Die externen Festplatten der neuen Generation schlagen die optischen Datenspeicher um Längen, wenn es darum geht, sensible Daten zu schützen“, sagt Manuela Gimbut, Geschäftsführerin der DIGITTRADE GmbH. Bisher konnten Daten mit Hilfe von Softwareprodukten zwar verschlüsselt werden, führten aber oft zu Problemen, weil sie mit dem jeweiligen Betriebssystem der Nutzer nicht kompatibel waren. Und dabei gelangte der verwendete Schlüssel in den Arbeitsspeicher des Rechners. Für Computer-Hacker meist leicht zu knacken. „Mit Hilfe eines integrierten Hardwaremoduls, wird die Ver- und Entschlüsselung nun von der Festplatte selbst ausgeführt. Mit einer 2-Stufen-Authentifizierung, also dem Einsetzen der Smartcard und der Eingabe einer 8-stelligen PIN, werden alle Daten nach dem AES-Standard verschlüsselt auf die Festplatte übertragen“, erklärt Unternehmenssprecherin Anne Gimbut. AES heißt Advanced Encryption Standard und ist ein symmetrisches Kryptosystem, das weltweit als berechnungssicher gilt und auch in den USA für staatliche Dokumente mit höchster Geheimhaltung zugelassen ist. „Unser Verschlüsselungssystem ist mit einer Tresortür vergleichbar. Der Tresorschlüssel nutzt nichts, wenn der Besitzer den Zahlencode nicht kennt. Sensiblen Daten werden also gleich mehrfach gegen Zugriffe von Unbefugten abgesichert. Denn der AES- Schlüssel befindet sich auf der Smartcard und kann bei Verlust oder Diebstahl weder aus dem Gehäuse noch aus der Festplatte ausgelesen werden.“ Bei Manipulationsversuchen jeglicher Art wird die Smartcard automatisch und unwiderruflich zerstört und unbrauchbar gemacht. Was aber passiert, wenn der Eigentümer selbst den „Schlüssel“ verliert? „Es sind für den Notfall immer zwei Smartcards vorhanden - sicher aufbewahrt kann eine davon als zweiter Schlüssel benutzt werden, um die Daten von der Festplatte herunter zu nehmen.“
Die intelligente mobile „High Security“-Festplatte kann über USB oder FireWire angeschlossen werden und ist so klein und handlich, dass sie in jede Handtasche passt - schick verpackt in einem Hartschalenetui. Doch die Tüftler von DIGI TTRADE haben sich noch mehr einfallen lassen, falls doch einmal ein Missgeschick passiert. Alle externen Festplatten der „High Security“-Serie sind durch einen G-Force Fallsensor geschützt. „Er erkennt, ob sich die Festplatte, im freien Fall befindet. Innerhalb von 0,3 Sekunden werden dann die Lese-/Schreibköpfe von der Datenscheibe in die Parkposition gezogen und der Strom abgeschaltet“, erläutert Anne Gimbut, die selbstverständlich immer ihre mobile „High Security“ dabei hat.
Seit 2005, dem Jahr der Firmengründung, arbeitet die DIGITTRADE an der Entwicklung und Produktion moderner, elektronischer Artikel. Grundgedanke ist die Herstellung von Computer- und Home-Entertainment-Produkten, die den Anforderungen und Bedürfnissen deutscher und europäischer Kunden entsprechen.
Dabei versorgt DIGITTRADE mit einfach zu bedienenden Lösungen alle Kunden und Betriebssysteme. Flexibel programmieren die Mitarbeiter tagesaktuell Softwareupdates, testen und optimieren kontinuierlich das Sortiment. „Selbstverständlich sind auch in Zukunft weitere große Projekte geplant, was die Entwicklung von Sicherheitsspeichermedien betrifft“, verrät Anne Gimbut. „Denn wir sehen ein großes Potential im Standort Sachsen-Anhalt.“
Autor: Dagmar Perschke
Kontakt
DIGITTRADE GmbH
Ernst-Thälmann-Straße 39
D-06179 Teutschenthal
Optimistisch blickt der Juryvorsitzende Prof. Karlheinz Brandenburg auf die zu erwartenden Wettbewerbsbeiträge: „Ich bin gespannt, welche Innovationen in Sachsen-Anhalt stecken und wie die Unternehmen ihr Know-how zukunftsweisend einbringen.“, so der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT, Ilmenau. Der Experte für Audio- und Multimediatechnik kennt sich bestens in der Entwicklung und Erforschung neuer Technologien aus. Gemeinsam mit zwei Kollegen entwickelte er das MP3-Format und wurde 2009 mit der Berufung in die „Hall of Fame der deutschen Forschung“ für seinen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsstandortes Deutschland geehrt.
Regina Mehler, die als Expertin für Marketing die Wettbewerbsbeiträge bewertet, rät: „Unternehmerinnen und Unternehmer sollten ihre Chance nutzen, denn die Teilnahme am Wettbewerb bildet nicht nur für die Sieger einen unschätzbaren Mehrwert in Sachen Marketing.“ Als Direktorin der Marketingabteilung Central Europe bei Adobe Systems verfügt sie über 20 Jahre Marketingerfahrung im IT-Bereich und hat sich unter anderem auf innovative Marketingstrategien spezialisiert.
Unterstützt wird die Jury außerdem von Dr. Efstratia Zafeiriou. Die geborene Griechin erfüllt drei Lehraufträge für das Fach Trend- und Innovationsforschung in St. Gallen (CH), München und Tongji Shanghai. Sie weiß, wie wichtig es für Unternehmen ist, Trends frühzeitig zu erkennen und in den Markt zu bringen. „Dazu gehören nicht nur Mut und Ausdauer, sondern vor allem eine zielgerichtete Strategie.“, so die Innovationsforscherin, die seit 2008 für die AUDI AG Strategie China und die AUDI Tongji Kooperation zuständig ist.
Schon zum zweiten Mal mit dabei ist Dr. Michael Brandkamp. Der Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds lobt die Förderung von Innovation durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes. Es sei wichtig für eine Region, Unternehmen mit solch einem Wettbewerb die Chance zu geben, sich und ihre Leistungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Selbstverständlich spielt die finanzielle Förderung, zum Beispiel durch ein Preisgeld von 10.000 Euro, keine geringe Rolle. Michael Brandkamp war als Abteilungsdirektor für Innovationsfinanzierungen sowie als Investmentmanager tätig.Heute finanziert er mit dem Gründerfonds High-Tech-Unternehmen, um Innovationen möglich zu machen.
Mit im Boot ist auch Martin Ertl, Chief Innovation Officer bei Bombardier Transportation in Berlin. Bei AUDI und BMW lernte er, mit verschiedenen Strategien frühzeitig Trends, Innovationen und Entwicklungen zu finden, die nachhaltig wirtschaftliche Erfolge für Unternehmen bringen. „Ideen und vor allem Forschungsneugier bilden die Grundlagen für Innovationen. Aus manch einer zunächst unscheinbaren Überlegung sind schon weitreichende Entwicklungen entstanden.“
Auf den Wettbewerb, der bereits zum 10. Mal ausgelobt wurde, dürfen nicht nur die fünf Juroren gespannt sein. Als Beauftragter für Innovation erwartet Dr. Reiner Haseloff zahlreiche Bewerbungen von Unternehmen aus ganz Sachsen-Anhalt. „Die Landesregierung unterstützt den Innovationsprozess nach Kräften. Denn wir bleiben nur wettbewerbsfähig, wenn wir mit innovativen Produkten punkten können.“, so Haseloff.
Erstmals wird der Preis in diesem Jahr in der Kategorie Sonderpreis Lebenswerk vergeben, in der Unternehmerinnen und Unternehmer für langjähriges, interdisziplinäres Handeln, für Forschungsneugier, Leidenschaft und Einsatz ausgezeichnet werden. Außerdem werden die innovativste Produktentwicklung, die innovativste Allianz und der innovativste Regelbruch in Sachsen-Anhalt prämiert. In den vier Kategorien wird jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro vergeben.
Bis zum 31. August 2010 können sich Unternehmen und Allianzen mit Firmensitz in Sachsen-Anhalt noch am Wettbewerb beteiligen. Informationen zum Hugo-Junkers-Innovationspreis sowie zur Bewerbung sind online unter www.innovationspreis-sachsen-anhalt-2010.de abrufbar. Weitere Informationen zum Wettbewerb sind erhältlich bei:
Kontakt:
MDKK Mitteldeutsche Kommunikations- und Kongressgesellschaft mbH & Co. KG
Sandra Kilian
Tel: 0391 / 53 53 92 82
E-Mail: kilian@mdkk.de
„Unser Flusskraftwerk am Petriförder, Magdeburgs Elb-Promenade im Stadtzentrum, hat eine Kapazität von rund 130 Kilowatt. In einem Jahr können wir bis zu einer Million Kilowattstunden Strom erzeugen. Das reicht um 300 Haushalte zu versorgen“, erklärt Heinrich Schmidt, Gesellschafter und Geschäftsführer der EHG Energie Handel GmbH begeistert. Er hat dieses Pilotprojekt auf den Weg, besser ins Wasser gebracht hat.
Die neuartige, 16 Meter lange und sechs Meter breite Wasserkraftanlage (WKA) erinnert an einen Katamaran in dessen Mitte ein Schaufelrad befestigt ist. Durch den Druck der Wasserströmung setzt sich das Rad in Bewegung, aktiviert einen Generator der Strom erzeugt. Dieser aus erneuerbarer Energie gewonnene Strom wird in das Magdeburger Stromnetz eingespeist. „So einfach, wie es klingt, war es natürlich nicht. Die Elbe mit ihren unterschiedlichen Wasserständen - von Hochwasser bis Niedrigwasser - und den unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten war und ist eine echte Herausforderung. Denn unsere WKA benötigt bei der jetzigen Auslegung des Schaufelrades eine Eintauchtiefe von 1,20 Meter um gute Leistungen zu erreichen“, erklärt Heinrich Schmidt. Deshalb wurden nicht nur die Wasserstände der Elbe der vergangenen 20 Jahr studiert und die Strömung beobachtet. Dazu kamen die zu beachtenden Bau- und Umweltvorschriften. „Weder die Schifffahrt auf der Elbe wird behindert, noch wird in die umliegende Vegetation eingegriffen. Unser Kraftwerk nimmt nur einen kleinen Teil des Elbeflussbettes in Anspruch. Wir nutzen die Strömung zwölf Meter entfernt vom Ufer. Sogar die Fische können uns problemlos umschwimmen“, lacht EHG-Geschäftsführer Schmidt, der in Hannover lebt.
Warum wurde die Idee ausgerechnet in Sachsen-Anhalt umgesetzt und nicht in Niedersachsen? „Da kamen mehrere Faktoren zusammen. Sachsen-Anhalt steckt voller Innovationen, wenn es um die Nutzung von erneuerbaren Energien geht. Dazu gehört zum Beispiel das Netzwerk 'Technologiekompetenz Fluss-Strom', in dem Forschungsinstitutionen, wie das Fraunhofer Institut, die Universität Magdeburg und mittelständische Unternehmen zusammenarbeiten. Alle haben nur ein Ziel - Aus Flusswasser Strom zu gewinnen. Des Weiteren haben wir in der MGT-Ingenieurgesellschaft und ihrem Konstrukteur Werner Führer einen Partner gefunden, der unsere Idee hervorragend umgesetzt hat.“ Übrigens sollen die Anlagen im Magdeburger Industriehafen produziert werden, denn bei der Pilot-Anlage soll es nicht bleiben. Die eigens in Magdeburg gegründete EHG-Tochterfirma „NEW erneuerbare energien GmbH“ soll von Magdeburg aus diese Flusskraftwerke in Deutschland und weltweit bekannt machen. Anfragen aus der Schweiz, Österreich und sogar Kambodscha liegen bereits vor. Angepasst an den entsprechenden Kundenwunsch, an Flussgegebenheiten und Anlagengröße, rechnet Heinrich Schmidt mit Anschaffungskosten von 200.000 Euro, inklusive aller Genehmigungen und Standortsbefestigungen an Land. „Wir gehen von einer anfangs möglichen Produktionskapazität für fünf Anlagen pro Jahr aus. Größere Stückzahlen können bei entsprechender Nachfrage hergestellt werden“, erklärt der begeisterte Fluss-Strom-Erzeuger.
Der studierte Betriebswirt ist sich sicher, dass die zukünftige Energieversorgung nur über die Nutzung erneuerbarer Energien abgesichert werden kann. Schon heute stammen 16 Prozent des global erzeugten Stroms aus Wasserkraftwerken, wie riesigen Talsperren oder Wasserfällen. Und auch hier ist das schwimmende Wasserkraftwerk klar im Vorteil. Denn für die Inbetriebnahme muss der natürliche Flussverlauf nicht geändert oder gar blockiert werden. Und: Der gewonnene Strom, wird wie Wind-und Solar-Strom durch das EEG (erneuerbare Energie-Gesetz) gefördert. „Allerdings sollte die Politik bei Wasserkraftanlagen - wie bei Offshore-Windanlagen - die Wasserkraftwerks-Betreiber von den Netzanschlusskosten entlasten“, fordert Schmidt.
Jetzt muss nur noch eine Speichermöglichkeit für erneuerbare Energien gefunden werden, denn ohne Wind, Sonne oder Wasser bleibt der Mensch machtlos. „Aber ich bin sicher, dass es auch diese Möglichkeit bald geben wird. Und dann werden die Verbraucher jederzeit Strom aus erneuerbarer Energie verfügbar haben, egal ob Niedrigwasser, Hochwasser, Eisgang oder Windstille herrscht.“
Autorin: Dagmar Perschke
Kontakt:
EHG Energie Handel GmbH
Am Holzgraben 3
30161 Hannover
Telefon: 0511/300 80 20
E-Mail: ehg.energie.h@t-online.dehttp://www.e-h-g.net/
www.e-h-g.net
An diesem Tag öffnen zahlreiche Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Museen, Stadtwerke und Energieeinrichtungen ihre Pforten. Sie geben Einblick in neue Entwicklungen, Forschungsprojekte oder Produktionsprozesse. Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, aktiv zu werden: auch Ihre Unterstützung ist gefragt. Machen Sie mit und vermitteln Sie am 25. September die zukunftsweisenden Entwicklungen im Energiebereich vor allem jungen Menschen zu vermitteln - durch Projekte, Veranstaltungen, Wettbewerbe, Ausstellungen oder Gespräche zu Themen rund um die Zukunft der Energie.
Beteiligen ist ganz einfach: Tragen Sie Ihre Veranstaltung auf www.zukunft-der-energie.de in unseren Veranstaltungskalender ein. Sie werden damit - falls Sie es nicht bereits sind - zum Partner im Wissenschaftsjahr Energie.
Kontakt
Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2010
Die Zukunft der Energie
Quartier 207
Friedrichstraße 78
10117 Berlin
Telefon: 030 / 700 186 884
Fax: 030 / 700 186 909
carolin.moellmann@zukunft-der-energie.de
Präsentiert werden Geschäftskonzepte aus den Branchen:
- Life Science, Material Science, Biotechnologie und Medizintechnik,
- Anlagen- und Maschinenbau / Verfahrenstechnologie,
- Cleantech und Nanotechnologie sowie
- IT / Medien, Software und Kommunikation.
Eröffnet wird das INVESTFORUM am 8. September 2010 durch den Schirmherrn und Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, im Gesellschaftshaus der Stadt Magdeburg. Es folgen interessante Vorträge in denen u.a. Investoren sowie Jungunternehmer gemeinsam ihre Erwartungen an eine erfolgreiche Partnerschaft darstellen. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre zum Networking zu treffen.
Das Matching und die Unternehmermesse finden am 9. September 2010 im Otto-von-Guericke Museum in der Lukasklause statt.
Kontakt:
INVESTFORUM Sachsen-Anhalt
c/o UNIVATIONS GmbH
Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer
Büro Halle:
Weinbergweg 23
06120 Halle (Saale)
Büro Magdeburg:
Domplatz 11a
39104 Magdeburg
Tel.: +49 (0) 345. 555 96 04
E-Mail: info@investforum.de
Mit seiner zentralen geographischen Lage im mitteldeutschen Wirtschaftsgebiet entwickelt sich Sachsen-Anhalt immer mehr zu einer modernen Logistikdrehscheibe. Dazu gehört auch die professionelle Organisation des so genannten Hinterlandverkehrs für die großen deutschen Seehäfen an Nord- und Ostsee. Das Luftdrehkreuz Leipzig/Halle, das Wasserstraßenkreuz in Magdeburg mit dem größten mitteldeutschen Binnenhafen, die erfolgreichen Unternehmen im Bereich der Verkehrsträger Schiene und nicht zuletzt Entwicklungszentren für Telematik und elektronische Sendungsverfolgung sind Beleg für die hohe Kompetenz in Sachen Logistik.
Kontakt:
IMG - Investitions- und Marketinggesellschaft
Sachsen-Anhalt mbH
Judith Zadek
Am Alten Theater 6, D - 39104 Magdeburg
Fon: 0049 (0) 391 567-7075
Fax: 0049 (0) 391 567-7081
www.investieren-in-sachsen-anhalt.de
Kein Spruch, um seine Gäste im „2Water Wassersportzentrum“ zu begeistern. „Man muss sich vorstellen, vor 20 Jahren war die Region Bitterfeld-Wolfen die dreckigste Region in ganz Europa. Es stank im Sinne des Wortes zum Himmel. Und heute schippern wir unter weißen Segeln über den zwölf Quadratkilometer großen Goitzsche-See.“ Wer auf der B100 aus Bitterfeld Richtung Dübener Heide fährt, bekommt nicht selten den Eindruck, die Stadt liege am Meer.
Wo einst mehr als 30000 Tonnen Braunkohle täglich aus der Erde gefördert wurden und die stinkenden Schlote der Chemieanlagen in Wolfen und Bitterfeld das Bild prägten, entwickelt sich die einstige Bergbaulandschaft Goitzsche zum Mekka für Wassersport, Freizeit und Tourismus. Auch für Jörg Pietzsch ging ein Traum in Erfüllung. Er verleiht in der Saison von April bis Oktober nicht nur Tretboote, Katamarane und Segeljollen. Wer sich auf die Schulbank setzt, kann auf der Bitterfelder Seenlandschaft den amtlichen Sportbootführerschein für Segel- und Motorboote machen.
„Durch einen Bekannten entdeckte ich den See eher zufällig. Die Entstehung und Vermarktung der Leipziger Seenlandschaft hatte ich bereits intensiv verfolgt, schließlich habe ich in Leipzig studiert. Also nahm ich sofort Kontakt zur Betreibergesellschaft EBV auf und das Abenteuer Goitzsche begann 2005. Denn es wurde gerade am Hafen konzipiert und ein Hafenmeister gebraucht“, erzählt Jörg Pietzsch. Seither hat er nicht nur diesen Job übernommen und kümmert sich um die 111 Liegeplätze, die übrigens alle vermietet sind. Er gründete auch sein 2Water Wassersportzentrum und die Nachfrage steigt stetig. Besonders stolz ist er auf die Genehmigung, Wassersportlern die Möglichkeit zu geben, den Motorbootführerschein zu machen. „Denn Motorbootfahren ist auf unserer Seenlandschaft verboten. Da aber 70 Prozent aller Wassersportler Motorbootfahrer sind, wäre mir ein großes Kunden-Klientel versagt geblieben. Bezieht man die Halbinsel Pouch und die angrenzende Dübener Heide mit ein, ist das Erholungsgebiet Bitterfeld/ Wolfen kaum zu toppen“, sagt Torsten Pietzsch, der sich auch privat für die Seenlandschaft entschieden hat und mit seiner Familie von Leipzig in die Ortschaft Mühlbeck gezogen ist. Denn auf dieser Seite, gegenüber der Strandpromenade mit Pegelturm, dem Wahrzeichen der Region, kommen speziell junge Leute auf ihre Kosten. Am Strand von Mühlbeck gibt es seit kurzem eine Surfschule, kann das Katamaransegeln erlernt werden und sogar die Einweisung ins Floßbauen gibt es bei Jörg Pietzsch.
Autorin: Dagmar Perschke
Kontakt:
2Water Wassersportzentrum
Seepromenade 3
06749 Bitterfeld
Der aktuelle Grundstücksmarktbericht Sachsen-Anhalt 2010 ist das Ergebnis der Auswertung sämtlicher Immobilienkaufverträge durch die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in Sachsen-Anhalt. Insgesamt ist der Immobilienmarkt i Sachsen-Anhalt von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise weitgehend unberührt. Dabei sind regionale Unterschiede unübersehbar. Hierfür sind die Ursachen aber vielmehr in strukturellen Herausforderungen, etwa durch die demographische Entwicklung oder den Angeboten.
Die EU PVSEC hat sich zu einer interessanten Gesprächsplattform zwischen Forschung und Industrie entwickelt. Die hohe Anzahl an Teilnehmern und Fachbesuchern aus der ganzen Welt ist Beweis für die Qualität dieser Plattform.
Die IMG wird mit ihrem rasch angewachsenen Gemeinschaftsstand mit rund zehn Unterausstellern das SOLAR VALLEY Sachsen-Anhaltpräsentieren. Erstmals mit dabei der Verein Solar Valley.
1.Innovation bei der Planung, Forschung und Entwicklung
Der Innovationspreis für Planung, Forschung & Entwicklung richtet den Fokus auf beispielhafte Konzepte zur Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Emissionsminderung auf der Basis rationeller Erdgastechnologien sowie auf neuentwickelte effiziente Gerätetechnologien. Er soll Impulse geben und kreativen Lösungen den Weg in die Praxis erleichtern.
Auch innovative Konzepte zur Verbreitung neuer Techniken werden hierbei berücksichtigt. 2010 wird der Preis wiederum gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub e. V. (ADAC) vergeben.
Es können Antragsunterlagen für die folgenden Kategorien eingereicht werde:
A) Rationelle und umweltschonende Planungen von Energieanlagen mit Erdgasanwendungen (auch in Verbindung mit regenerativen Energien)
B) Besondere Leistungen der Forschung & Entwicklung auf dem Gebiet der Erdgasanwendungen, zur Verbreitung von Erdgasanwendungen und zur Ausbildung und zum Know-how-Transfer
2.Innovation bei der umweltschonenden Mobilität
Erdgas im Verkehr richtet den Fokus auf Ideen und Initiativen, die zur Verbreitung von Erdgas als Kraftstoff beitragen. Er soll nachhaltige Impulse für die umweltschonende Antriebstechnik mit Erdgas geben. Dieser Preis wird 2010 zum fünften Mal in Folge gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Automobilclub e. V. (ADAC) vergeben.
Die Bewerbung kann bis Ende Juli an den ASUE e.V., Postfach 10 01 16, 45001 Essen
Fax: 02 01- 27 22 64 eingereicht werden.
Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen unter www.asue.de
An der ausführlichen Diskussion über den Entwurf des neuen LEP konnten sich
neben Kommunen, Landkreisen, öffentlichen Planungsträgern, Verbänden und
Vereinigungen auch Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Insgesamt waren in der
Anhörungsphase rund 8.000 Hinweise, Änderungs- und Ergänzungsvorschläge
eingegangen, die vielfach Eingang in den jetzt vorliegenden Entwicklungsplan
gefunden haben. „Dieses wichtige Planungsinstrument definiert die
Rahmenbedingungen für ein zukunftsfähiges Sachsen-Anhalt“, betonte
Landesentwicklungsminister Dr. Karl-Heinz Daehre nach der Kabinettssitzung in
Magdeburg. Schwerpunkte dabei seien die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Sicherung der Daseinsvorsorge sowie der Erhalt und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
Attraktiver Investitionsstandort
Nach den Worten von Daehre berücksichtigt der neue Landesentwicklungsplan den Bedarf zur Ausweisung von großflächigen Standorten zur Ansiedlung von
Industrie- und Gewerbeunternehmen nahe der Hauptverkehrsachsen. „Damit sind wir im europäischen und internationalen Standortwettbewerb gut aufgestellt. Wir flankieren die geografisch günstige Lage mit einer fundierten und für Investoren verlässlichen Richtschnur für alle künftigen Fachplanungen“,
unterstrich Daehre. Im LEP seien sechs Vorrangstandorte mit strategischer
Bedeutung vorgesehen:
- Halle/Saalekreis an der A14 (ca. 120 ha Erweiterungsfläche)
- Magdeburg/Sülzetal (ca. 105 ha)
- Könnern (ca. 200 ha)
- Sangerhausen (ca. 200 ha)
- Stendal-Borstel (Entwicklung im Zusammenhang mit A14-Lückenschluss)
- Weißenfels (ca. 120 ha)
An allen Standorten liegt die Erweiterung, je nach Bedarf, im öffentlichen
Interesse; deshalb werden diese Standorte gesichert. Darüber hinaus weist der
Landesentwicklungsplan insgesamt 28 bereits vorhandene, als landesbedeutsam
eingestufte Industrie- und Gewerbeflächen aus (siehe Anhang).
Schutz von Natur und Umwelt
Der neue Landesentwicklungsplan enthalte eine Vielzahl von Festlegungen zum
Schutz von Natur und Landschaft sowie zur Sicherung der natürlichen
Lebengrundlagen, sagte Daehre und fügte hinzu: „Wirtschaftliche
Entwicklungsmöglichkeiten und der Schutz von Natur und Umwelt werden nachhaltig in Einklang gebracht.“ Beide Aspekte seien „zwei Seiten ein- und derselben Medaille“ und dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Daehre verwies darauf, dass der vorliegende LEP erstmals einen Umweltbericht enthalte, der die Auswirkungen des Plans auf Natur und Umwelt verdeutliche.
Gleichwertige Lebensbedingungen
Sachsen-Anhalts Landesentwicklungsminister bekräftigte die Zielstellung der
Landesregierung, auch künftig gleichwertige Lebensbedingungen in allen Teilen
Sachsen-Anhalts zu ermöglichen. Als wichtiges Planungsinstrument schaffe der
Landesentwicklungsplan u.a. die raumordnerischen Voraussetzungen für die
medizinische Versorgung der Bevölkerung, für den großflächigen Einzelhandel,
für Bildungs-, Nahverkehrs-, Kultur-, Sport- und Freizeitangebote. „Das
Zentrale-Orte-System mit seiner konsequenten Festlegung von 22 Mittel- und den drei Oberzentren Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau bildet das dafür notwendige Gerüst“, betonte der Minister.
Hinweis: Im Gegensatz zu Mittel- und Oberzentren werden Grundzentren nicht im LEP festgelegt, sondern anhand von Kriterien, die im Landesentwicklungsplan formuliert sind, durch die regionalen Planungsgemeinschaften bestimmt.
Übersicht zu bereits vorhandenen, als landesbedeutsam eingestuften Industrie-
und Gewerbeflächen in Sachsen-Anhalt:
- Arneburg (einschließlich Industriehafen)
- Aschersleben
- Bernburg (Saale)
- Barleben, Niedere Börde, Wolmirstedt (Technologiepark Ostfalen)
- Bitterfeld-Wolfen (einschließlich Thalheim)
- Braunsbedra/Krumpa
- Burg
- Coswig/Klieken
- Gardelegen
- Gewerbepark Cochstedt/Schneidlingen mit Verkehrsflughafen
- Halberstadt
- Haldensleben
- Hansestadt Salzwedel
- Harzgerode
- Hettstedt
- Köthen
- Landsberg
- Leuna (Leuna, Merseburg, Spergau)
- Lutherstadt Eisleben
- Lutherstadt Wittenberg/Piesteritz (einschl. Industriehafen)
- Magdeburg/Rothensee Hafen,
- Dessau-Roßlau (Rodleben)
- Quedlinburg
- Schkopau (Knapendorf, Schkopau, Korbetha)
- Schönebeck (Elbe)
- Staßfurt
- Wernigerode
- Zeitz/Tröglitz
Nachrichten
Juli 2010
Dem Nachwuchs wird bei der Firma Jacobs Maschinenbau aber auch heute schon große Aufmerksamkeit geschenkt. Seit 20 Jahren wird die Ausbildung von Fachkräften bei den Spezialisten für Saatgutaufbereitung und Landwirtschaftsmaschinen in Halle groß geschrieben.
Bereits mehr als 40 junge Leute haben die Firma als gestandene Metallbauer verlassen. Aber wie bei vielen Unternehmen in Sachsen-Anhalt ist bereits deutlich der zunehmende Fachkräftemangel zu spüren. Allein im Sommer 2011 werden 11750 Real- und Hauptschüler die Schule verlassen. Dem gegenüber stehen 16000 offene Lehrstellen. Zum anderen wächst im Bundesland stetig der Bedarf an Ingenieuren und Facharbeitern speziell im Metall- und Elektrobereich. “Um diesem Mangel zu begegnen, setzen mehr als zwei Drittel der Industrieunternehmen auf eine betriebliche Ausbildung. Mehr als jedes zweite Unternehmen bildet seine Arbeitskräfte selbst aus“, weiß Stefan Möslein, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Industrie-und Handelskammer Halle-Dessau. Aber auch bei den Handwerksbetrieben in Sachsen-Anhalt lautet das Motto: „Wer jetzt nicht ausbildet, verschläft die Zukunft. Dies kann Geschäftsführer Thomas Jacobs, der gemeinsam mit Bruder Christoph und Vater Klaus das Familienunternehmen leitet, nur bestätigen. „Diesem Fachkräftemangel kann nur durch gezielte Lehrlingsausbildung begegnet werden.
Und das Unternehmen benötigt dringend ausgebildete Fachkräfte. Denn Jacobs-Montageteams sind nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen, Ungarn, Österreich und Italien unterwegs. „Gerade haben wir eine Anlage fertig gestellt, die per Container nach Chile verschifft wurde“, erzählt Thomas Jacobs. „Eine Anlage zur Grassamenaufbereitung ging sogar nach China. Die vom Auftraggeber aber selbst vor Ort montiert wurde“, schmunzelt er. „Der Montageaufwand wäre zu groß gewesen.“
Der Weg vom Feld bis in die Samentüte, ob Grassamen, Blumensamen oder Heilkräuter-Samen, ist ohne eine „Jacobs-Anlage“ kaum denkbar. In einer Stunde kann eine Tonne Samen gereinigt und verpackt werden. „Zurzeit sind unsere Anlagen besonders in bäuerlichen Fachbetrieben gefragt, die auf ökologischen Anbau setzen“, erklärt der Junior-Chef. „Deshalb bilden wir nicht nur aus, sondern jeder Lehrling hat auch große Chancen von uns übernommen zu werden.“
René Boeck ist einer von ihnen. Er begann als Praktikant in der Firma Jacobs, lernte Metallbauer, beendete als bester Lehrling seines Jahrgangs die Ausbildung und gehört seit März zum festen Mitarbeiterteam. Doch welche Voraussetzungen müssen junge Leute überhaupt mitbringen? „Gute Noten in Mathematik, Deutsch und den naturwissenschaftlichen Fächern. Aber wir legen auch großen Wert auf gutes Benehmen, Allgemeinwissen und Kontaktfreudigkeit. Schließlich haben unsere Monteure vor Ort direkt mit unseren Kunden Kontakt. Deshalb sind auch Kenntnisse der englischen Sprache von Vorteil“, erklärt Senior-Chef Klaus Jacobs. „Denn wir haben auch schon eine Kaffee-Aufbereitungsanlage in Douala, in Kamerun montiert.“
Doch an der Leipziger Chaussee in Halle wird nicht nur für den Eigenbedarf ausgebildet. In enger Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau, der Universität Magdeburg, der Hochschule Anhalt in Bernburg-Strenzfeld und der Hochschule Merseburg wird angehenden Ingenieuren die Möglichkeit gegeben ein Praktikum zu absolvieren.
Besonders eng ist aber die Zusammenarbeit zur Berufsbildungseinrichtung Dr. P. Rahn & Partner Schulen. „Jugendliche, die dort eine überbetriebliche Ausbildung machen, bekommen bei uns die Möglichkeit, den praktischen Teil ihrer Ausbildung zu absolvieren“, so Thomas Jacobs. „Dabei geht es vor allem darum, die jungen Leute für den Beruf zu begeistern.“ Wenn wundert es da, dass ehemalige Auszubildende ihren Handwerksmeister gemacht haben, oder nach der Ausbildung sogar Metallbau studieren, so wie Thomas Jacobs selbst. Auch er ist studierter Maschinenbauer. Dass die jungen Leute nicht nur solide ausgebildet werden, sondern sich auch wohl fühlen im Ausbildungsbetrieb, beweist der gute Kontakt auch nach der Ausbildung. „Noch heute schauen einige unserer ehemaligen Auszubildenden immer mal wieder bei uns vorbei.“
Autorin: Dagmar Perschke
Kontakt:
Maschinenbau Jacobs
Saatgutreinigungsmaschinen
Leipziger Chaussee 91-95
06112 Halle
Telefon: 0345/ 560 29 66
info@maschinenbau-jacobs.de
Italiens Landfläche könnten Christansen Print und die THIMM-Gruppe bedrucken, besitzen sie zusammen doch eine Kapazität von jährlich 300 Millionen Quadratmeter. Das bedeutet Marktführerschaft in Europa bei vorbedruckten Wellpapperohpapieren. Riesige Rollen davon stehen in der modernen Produktionshalle im Gewerbegebiet in Ilsenburg am Harz. Auf dem besonders festen Papier sind bekannte Werbebilder aufgedruckt: für tschechisches Bier und französische Babywindeln, für italienischen Wein und deutschen Magenbitter. Nicht die Hersteller dieser Markenartikel sind Kunden von Christiansen Print, sondern die Zulieferer von bedruckten Wellpappen. Mehr als 30 Prozent der Produktion gehen ins Ausland, darunter in alle Länder Skandinaviens, nach Frankreich und Spanien.
„THIMM“ – der neue Partner - produziert jährlich 150 Millionen Quadratmeter vorbedruckte Papiere und veredelt 80 Prozent davon im eigenen Haus zu Wellpappeverpackungen oder Displays. Das Familienunternehmen mit 60 Jahren Erfahrung ist der größte Kunde von Christiansen Print, weshalb das Zusammengehen der beiden ein strategisch wichtiger Schritt war. Nicht zuletzt ermöglicht die Kooperation, den Kunden kleine bis sehr große Druckformate kostengünstig und in hoher Qualität anzubieten.
Gedruckt wird bei Christiansen Print fast rund um die Uhr mit der weltweit größten servoangetriebenen Zentralzylinder-Flexo-Druckmaschine. Sie ist das technologische Herzstück der Firma und eine der modernsten Druckmaschinen, die derzeit auf dem Markt zu haben ist. Sie ermöglicht stufenloses Drucken in acht Farben. „Eine Art Kartoffeldruck“, erklärt Firmenchef Lars Christiansen, „nur, dass pro Minute etwa 460 Meter geschafft werden bei einer Arbeitsfläche von 2,5 mal 2 Metern. Ungefähr 16.000 Tonnen Papier bedrucken wir pro Jahr. Das ist schon eine große Menge, die da per Lkw bewegt wird. Wenn es plausibel machbar wäre, dann würden wir das auch mit der Bahn bewegen, aber die ist für unser schnelllebiges Geschäft nicht flexibel genug. Leider.“
Als Christiansen Print vor sechs Jahren neu gegründet wurde und 2005 die Produktion in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt aufnahm, war die zentrale Lage in Europa ausschlaggebend für den aus Dänemark stammenden Unternehmer Lars Christiansen. Dem 47jährigen liegt mit dem wildromantischen Harz nicht nur Sachsen-Anhalts Urlaubsregion Nr. 1 zu Füßen. Er hat je nach Wetterlage auch freien Blick auf den Brocken, den höchsten Berg Mitteldeutschlands.
„Wir hatten am Anfang keine Lieferverträge, und so sind die Mitarbeiter herumgefahren, um Druckaufträge einzuwerben“, erzählt Christiansen, „das ist ganz gut gelaufen. Unsere erste Druckabnahme fand mit der Firma ‚Jägermeister’ statt. Darauf waren wir alle stolz.“ Heute erzielt das Unternehmen einen Umsatz von circa 16 Millionen Euro im Jahr und beschäftigt 46 Festangestellte und elf Mitarbeiter mit befristeten Verträgen. „Sie sollen sich wohl fühlen“, sagt ihr Chef, „ich muss sie pflegen.“ Und dass dies wirklich ernst gemeint ist, spürt, wer die Firma besucht. Offen und freundlich wie das Großraumbüro gleich im Eingangsbereich ist auch das Arbeitsklima bei Christiansen. An modernen Arbeitsplätzen sind auffallend viele junge Leute beschäftigt. Einige Mitarbeiterinnen stehen an ihren hochgefahrenen Schreibtischen, andere sitzen auf ergonomischen Stühlen. Jeder hat zu jedem Blickkontakt, selbst zum Chef, den lediglich eine Glaswand vom Großraumbüro trennt. Alle sind per Du, typisch skandinavisch. Das Durchschnittsalter der Angestellten, die aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen kommen, liegt bei gut 30 Jahren. Eine Ausnahme von der Regel macht der 62jährige Instandhalter Bernd Köhler. Er ist von Anfang an dabei, hat bei Christiansen als Reinigungskraft begonnen. Dem damals Arbeitslosen standen vor Freude Tränen in den Augen, verrät sein Chef, als er den Arbeitsplatz bekam. Bernd Köhler war sich für keine Arbeit zu schade und stellte letztlich sein Können als Handwerker unter Beweis. Heute möchte Lars Christiansen nicht mehr auf seinen – wie er selbst sagt - „Lieblingsmitarbeiter“ verzichten. Köhler hält die Anlagen am Laufen. Demnächst kommt eine weitere Hochleistungsmaschine hinzu.
Christiansen ist überzeugt, dass der Trend weiter zu mehrfarbigen, hochwertig bedruckten Verpackungen geht. Die Nachfrage nach Flexo-Preprint-Produkten steigt stetig. Darauf hat sich Christiansen mit seinem 2007 ebenfalls in Ilsenburg gegründeten Tochterunternehmen INNOWO Print eingestellt. Auf der anderen Straßenseite steht der Betrieb, in dem Vliesstoffe für Hygieneprodukte mehrfarbig bedruckt werden. Ein europäisches Spitzenunternehmen – international ausgerichtet - mitten aus Sachsen-Anhalt.
Autorin: Margitta Häusler
Kontakt:
Christiansen Print GmbH
38871 Ilsenburg
Tel.: (039452) 48400
Luft – Licht - Raum. Es ist den elf docupoint-Mitarbeitern anzusehen, dass sie am liebsten immer nur die Arme ausbreiten würden. Mit 1.100 Quadratmetern ist die Produktionsfläche am neuen Standort dreimal so groß wie vorher in der Innenstadt von Magdeburg. Der Neubau im Technologiepark Ostfalen und die Beschaffung neuer Maschinen schlug mit etwa zwei Millionen Euro zu Buche. Dazu steuerte der Europäische Fonds für regionale Entwicklung 600.000 Euro bei.
Anfang September soll der Firmensitz feierlich eingeweiht werden. Seit Mitte Juni laufen dort aber bereits die Maschinen. Zeitweilig wurde sowohl am alten als auch am neuen Standort gedruckt. Die bestellten Abi-Zeitungen – ein neues Angebot seit diesem Sommer unter eigener Internetseite (www.abizeitungen24.de) - mussten fertig werden, aber auch Diplomarbeiten und Dissertationen, lose Blättersammlungen, Studienbücher für Fachhochschulen und Universitäten sowie Ratgeber und Belletristik für Verlage aus Stuttgart, Baden-Baden, Berlin und Mannheim. Ein starkes Segment bildet außerdem der Druck von Musikalien, von Notenblättern, Notenheften und ganzen Orchestersätzen. Hauptsächlich werden Nachauflagen für wissenschaftliche und juristische Verlage hergestellt, Klein- und Kleinstauflagen zwischen 50 und 1.500 Exemplaren, für die sich das aufwendige Offset-Verfahren finanziell nicht rechnet. Diese Nische bedient docupoint und bietet sich als Lohndruckerei an. Sie ist eine von etwa 30 in ganz Deutschland.
„Unsere Kunden schätzen unsere Flexibilität“, berichtet der für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Mitarbeiter André Lange, „innerhalb von fünf Tagen kann eine Nachauflage gedruckt und ausgeliefert werden. Alles läuft voll automatisch. Lediglich in der Layout-Abteilung wird noch einmal auf die Vorlagen geschaut, da und dort etwas für den Druck angepasst.“
Einer der Layouter ist Rollstuhlfahrer Marco Borchardt. Für ihn wurde nicht nur ein behindertengerechter Arbeitsplatz geschaffen. Im neuen Firmensitz ist mit Bedacht alles rollstuhlgerecht gebaut worden – ohne Schwellen, mit Aufzug und entsprechenden Sozialräumen. Das lag der Geschäftsführerin Anja Strangfeld und ihren Prokuristen Bernd Gralka und Steffen Schlüsselburg besonders am Herzen. Dies zeigen die drei Gesellschafter auch für die Umwelt. Ihre Firma ist im Frühjahr 2010 der Umwelt-Allianz Sachsen-Anhalt beigetreten. Eine Photovoltaik-Anlage steht auf dem Dach des neuen Produktionshauses.
Wer hätte das gedacht, als docupoint 1998 auf einer Fläche von 300 Quadratmetern begann, eine zuvor insolvente Firma wiederzubeleben. Mit Erfolg. Die drei Gesellschafter und eine Angestellte legten los. Die Aufträge aber verlangten erneut nach mehr Raum, und so stand die Geschäftsleitung vor gut zweieinhalb Jahren vor der Entscheidung, mehr Fläche zu mieten oder auf der grünen Wiese neu zu bauen.
„Da die Rahmenbedingungen einfach gepasst haben, entschieden wir uns relativ leicht für den Neubau. Ich kann jetzt sagen, es war die absolut richtige Entscheidung, weil wir hier alles nach unseren Vorstellungen gestalten konnten, vor allem die Arbeitsabläufe.“
Die aufgestellten Maschinen und Anlagen bilden jetzt ein großes U. Durch das Rolltor links werden die dicken Papierrollen und die Paletten mit den Papierbögen angeliefert. Vom Papiereingang geht es direkt in den Druck, von dort nach leichtem Bogen zum Schneiden und Heften bis zur Buchdeckelproduktion, um schließlich und endlich das fertig in Folie eingeschweißte Buch in den Versand zu geben.
Auf die neuen Maschinen sind die docupoint-Beschäftigten besonders stolz. Da ist zum Beispiel die neue Bindemaschine ET 1300 von „Heidelberg“ mit Drei-Seiten-Schneider. Der schneidet die Bücher nach dem Binden auf das Endformat zurecht. Umständliches und schweres Heben wird durch den Planschneider Polar 92 mit Hebebühnen vermieden. Die Papierpalette wird von einer Hebebühne bis zum Schneidtisch hochgefahren und auf der anderen Seite das fertig geschnittene Papier mit Hilfe einer kleineren Hebebühne wieder abgelegt. Eine wesentliche Arbeitserleichterung, die außerdem für eine schnellere Produktion sorgt. Im nächsten Jahr soll dann auch das Einschweißen der Bücher mit Hilfe neuer Technik vollautomatisch vonstatten gehen.
Am neuen Standort kann jederzeit angebaut werden. Schon jetzt denken die drei Chefs an weitere neue Maschinen und auch an mehr Mitarbeiter. Am 1. August 2010 beginnen drei junge Leute ihre Lehre bei docupoint – einem Unternehmen auf Expansionskurs.
Autorin: Margitta Häusler
Kontakt:
docupoint GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 14
39179 Barleben
Deutschland
Tel.: +49 (0)3 91 - 6 11 64-6
info@doccupoint-md.de
Das ReaWeC-Team hat sechs Jahre an der neuen Oberflächennassbeschichtung geforscht, die ihren Ursprung in der Beschichtungstechnologie der Filmherstellung hat.
Mit dieser Technologie "Made in Bitterfeld-Wolfen" können künftig zum Beispiel unsichtbare Sicherheitsmerkmale auf Produktoberflächen aufgetragen werden, kann Saatgut unter anderem mit lebenden Pilzkulturen beschichtet werden oder können Kunststofffolien für die Medizintechnik oder die Elektronik mit antistatischen Eigenschaften funktionell beschichtet werden.
Darüber informierte Dr. Roland Watzke, Sprecher des Innovativen regionalen Wachstumskerns ReaWeC aus Bitterfeld-Wolfen, im Rahmen der Abschlusspräsentation seiner Initiative am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik in Halle (Saale). In den kleinen und mittelständischen Unternehmen des Wachstumskerns sind zurzeit mehr als 100 Mitarbeiter tätig. Die Firmeninhaber investierten in den vergangenen Jahren fast zwei Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Bis zum Jahr 2011 sollen noch einmal 3,75 Millionen Euro hinzukommen. Der Umsatz der beteiligten Unternehmen kann bei positiver Entwicklung der neuen Verfahren und Produkte auf bis zu 16 Millionen Euro ansteigen. Im Ergebnis der Forschungsaktivitäten wurden bisher zwei neue Patente angemeldet, fünf weitere Anmeldungen und ein Gebrauchsmuster sind in Vorbereitung.
Darauf nahm Hans-Peter Hiepe, Referatsleiter im BMBF, Bezug und bewertete die vorgestellten Entwicklungsergebnisse: "Die an der ReaWeC-Initiative beteiligten Unternehmer und Wissenschaftler haben beispielhafte Arbeit geleistet. Basierend auf der Technologie klassischer Filmherstellung, die in Wolfen durch die Produktion des ersten Farbfilms der Welt zu Hause war, wurde diese regional starke Technologieplattform mit feinem Gespür für die neuen Anwendungen von heute und morgen, mit Phantasie sowie Geschäftssinn weiterentwickelt."
Dass dabei die vor Ort vorhandene Kompetenz unter anderem im Maschinen- und Anlagenbau, in der Feinchemie oder auch in der Messtechnik genutzt und erheblich erweitert werden konnte, unterstrich Hans-Peter Hiepe mit Nachdruck
Hans-Peter Hiepe bewertete die BMBF-Fördermittel für ReaWeC als sinnvolle Investition in eine neue regionale Technologieplattform.
Nun müsse man dieses Know-how in marktgerechte Produkte gießen. Aktuelle Kontakte mit Interessierten in Europa und Asien entwickeln sich positiv. Dieser eingeschlagene Weg könne vom Wachstumskern zu einem neuen Cluster modernster Beschichtungstechnologien im Raum Bitterfeld-Wolfen/Halle (Saale) führen.
Nächste konkrete Vorhaben sind eine neue Beschichtungsanlage, in der Folie mit bis zu 1,55 m Breite mithilfe der neuen ReaWeC-Technologie beschichtet werden kann. Außerdem in Vorbereitung: die neue Beschichtungsanlage für Saatgut. Voraussichtlich im kommenden Jahr 2011 können beide Anlagen den Betrieb aufnehmen.
Das technische Herz der ReaWeC-Beschichtungstechnologie bildet ein Kapillargießer. In ihn wird die jeweilig benötigte Flüssigkeit gepumpt und durch die Poren einer hauchdünnen Membran aus metallischen Oxiden gleichmäßig auf die zu beschichtende Oberfläche aufgetragen. So kann beispielsweise Folie durch die neue entwickelte ReaWeC-Geräteausstattung ohne zusätzliche Arbeitsschritte direkt im Herstellungsprozess beschichtet und getrocknet werden.
Jüngstes Kind der ReaWeC-Familie ist die Smart Membranes GmbH - eine Ausgründung der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg mit dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik. Künftig soll sie die Membranen in den Kapillargießern für innovative Anwendungen weiterentwickeln und an den Markt bringen. Eingesetzt werden können diese hauchdünnen Metalloxid-Plättchen in Hochtechnologiebranchen, zum Beispiel in Brennstoffzellen, in der Photovoltaik, bei der Entwicklung von Biosensoren sowie auch beim gesamten Thema Nanosicherheit - also überall dort, wo Oberflächen mit funktionalen, extrem dünnen und gleichmäßigen Schichten ausgestattet werden müssen.
Kontakt:
Mathias Ulbricht
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 114, "Regionale Innovationsinitiativen; Neue Länder"
Hannoversche Straße 28-30
D-10115 Berlin
Tel.: 01888 57 5273
Internet: http://www.bmbf.de
matthias.thomas.ulrich@T-Online.de
„Die externen Festplatten der neuen Generation schlagen die optischen Datenspeicher um Längen, wenn es darum geht, sensible Daten zu schützen“, sagt Manuela Gimbut, Geschäftsführerin der DIGITTRADE GmbH. Bisher konnten Daten mit Hilfe von Softwareprodukten zwar verschlüsselt werden, führten aber oft zu Problemen, weil sie mit dem jeweiligen Betriebssystem der Nutzer nicht kompatibel waren. Und dabei gelangte der verwendete Schlüssel in den Arbeitsspeicher des Rechners. Für Computer-Hacker meist leicht zu knacken. „Mit Hilfe eines integrierten Hardwaremoduls, wird die Ver- und Entschlüsselung nun von der Festplatte selbst ausgeführt. Mit einer 2-Stufen-Authentifizierung, also dem Einsetzen der Smartcard und der Eingabe einer 8-stelligen PIN, werden alle Daten nach dem AES-Standard verschlüsselt auf die Festplatte übertragen“, erklärt Unternehmenssprecherin Anne Gimbut. AES heißt Advanced Encryption Standard und ist ein symmetrisches Kryptosystem, das weltweit als berechnungssicher gilt und auch in den USA für staatliche Dokumente mit höchster Geheimhaltung zugelassen ist. „Unser Verschlüsselungssystem ist mit einer Tresortür vergleichbar. Der Tresorschlüssel nutzt nichts, wenn der Besitzer den Zahlencode nicht kennt. Sensiblen Daten werden also gleich mehrfach gegen Zugriffe von Unbefugten abgesichert. Denn der AES- Schlüssel befindet sich auf der Smartcard und kann bei Verlust oder Diebstahl weder aus dem Gehäuse noch aus der Festplatte ausgelesen werden.“ Bei Manipulationsversuchen jeglicher Art wird die Smartcard automatisch und unwiderruflich zerstört und unbrauchbar gemacht. Was aber passiert, wenn der Eigentümer selbst den „Schlüssel“ verliert? „Es sind für den Notfall immer zwei Smartcards vorhanden - sicher aufbewahrt kann eine davon als zweiter Schlüssel benutzt werden, um die Daten von der Festplatte herunter zu nehmen.“
Die intelligente mobile „High Security“-Festplatte kann über USB oder FireWire angeschlossen werden und ist so klein und handlich, dass sie in jede Handtasche passt - schick verpackt in einem Hartschalenetui. Doch die Tüftler von DIGI TTRADE haben sich noch mehr einfallen lassen, falls doch einmal ein Missgeschick passiert. Alle externen Festplatten der „High Security“-Serie sind durch einen G-Force Fallsensor geschützt. „Er erkennt, ob sich die Festplatte, im freien Fall befindet. Innerhalb von 0,3 Sekunden werden dann die Lese-/Schreibköpfe von der Datenscheibe in die Parkposition gezogen und der Strom abgeschaltet“, erläutert Anne Gimbut, die selbstverständlich immer ihre mobile „High Security“ dabei hat.
Seit 2005, dem Jahr der Firmengründung, arbeitet die DIGITTRADE an der Entwicklung und Produktion moderner, elektronischer Artikel. Grundgedanke ist die Herstellung von Computer- und Home-Entertainment-Produkten, die den Anforderungen und Bedürfnissen deutscher und europäischer Kunden entsprechen.
Dabei versorgt DIGITTRADE mit einfach zu bedienenden Lösungen alle Kunden und Betriebssysteme. Flexibel programmieren die Mitarbeiter tagesaktuell Softwareupdates, testen und optimieren kontinuierlich das Sortiment. „Selbstverständlich sind auch in Zukunft weitere große Projekte geplant, was die Entwicklung von Sicherheitsspeichermedien betrifft“, verrät Anne Gimbut. „Denn wir sehen ein großes Potential im Standort Sachsen-Anhalt.“
Autor: Dagmar Perschke
Kontakt
DIGITTRADE GmbH
Ernst-Thälmann-Straße 39
D-06179 Teutschenthal
Optimistisch blickt der Juryvorsitzende Prof. Karlheinz Brandenburg auf die zu erwartenden Wettbewerbsbeiträge: „Ich bin gespannt, welche Innovationen in Sachsen-Anhalt stecken und wie die Unternehmen ihr Know-how zukunftsweisend einbringen.“, so der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT, Ilmenau. Der Experte für Audio- und Multimediatechnik kennt sich bestens in der Entwicklung und Erforschung neuer Technologien aus. Gemeinsam mit zwei Kollegen entwickelte er das MP3-Format und wurde 2009 mit der Berufung in die „Hall of Fame der deutschen Forschung“ für seinen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsstandortes Deutschland geehrt.
Regina Mehler, die als Expertin für Marketing die Wettbewerbsbeiträge bewertet, rät: „Unternehmerinnen und Unternehmer sollten ihre Chance nutzen, denn die Teilnahme am Wettbewerb bildet nicht nur für die Sieger einen unschätzbaren Mehrwert in Sachen Marketing.“ Als Direktorin der Marketingabteilung Central Europe bei Adobe Systems verfügt sie über 20 Jahre Marketingerfahrung im IT-Bereich und hat sich unter anderem auf innovative Marketingstrategien spezialisiert.
Unterstützt wird die Jury außerdem von Dr. Efstratia Zafeiriou. Die geborene Griechin erfüllt drei Lehraufträge für das Fach Trend- und Innovationsforschung in St. Gallen (CH), München und Tongji Shanghai. Sie weiß, wie wichtig es für Unternehmen ist, Trends frühzeitig zu erkennen und in den Markt zu bringen. „Dazu gehören nicht nur Mut und Ausdauer, sondern vor allem eine zielgerichtete Strategie.“, so die Innovationsforscherin, die seit 2008 für die AUDI AG Strategie China und die AUDI Tongji Kooperation zuständig ist.
Schon zum zweiten Mal mit dabei ist Dr. Michael Brandkamp. Der Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds lobt die Förderung von Innovation durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes. Es sei wichtig für eine Region, Unternehmen mit solch einem Wettbewerb die Chance zu geben, sich und ihre Leistungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Selbstverständlich spielt die finanzielle Förderung, zum Beispiel durch ein Preisgeld von 10.000 Euro, keine geringe Rolle. Michael Brandkamp war als Abteilungsdirektor für Innovationsfinanzierungen sowie als Investmentmanager tätig.Heute finanziert er mit dem Gründerfonds High-Tech-Unternehmen, um Innovationen möglich zu machen.
Mit im Boot ist auch Martin Ertl, Chief Innovation Officer bei Bombardier Transportation in Berlin. Bei AUDI und BMW lernte er, mit verschiedenen Strategien frühzeitig Trends, Innovationen und Entwicklungen zu finden, die nachhaltig wirtschaftliche Erfolge für Unternehmen bringen. „Ideen und vor allem Forschungsneugier bilden die Grundlagen für Innovationen. Aus manch einer zunächst unscheinbaren Überlegung sind schon weitreichende Entwicklungen entstanden.“
Auf den Wettbewerb, der bereits zum 10. Mal ausgelobt wurde, dürfen nicht nur die fünf Juroren gespannt sein. Als Beauftragter für Innovation erwartet Dr. Reiner Haseloff zahlreiche Bewerbungen von Unternehmen aus ganz Sachsen-Anhalt. „Die Landesregierung unterstützt den Innovationsprozess nach Kräften. Denn wir bleiben nur wettbewerbsfähig, wenn wir mit innovativen Produkten punkten können.“, so Haseloff.
Erstmals wird der Preis in diesem Jahr in der Kategorie Sonderpreis Lebenswerk vergeben, in der Unternehmerinnen und Unternehmer für langjähriges, interdisziplinäres Handeln, für Forschungsneugier, Leidenschaft und Einsatz ausgezeichnet werden. Außerdem werden die innovativste Produktentwicklung, die innovativste Allianz und der innovativste Regelbruch in Sachsen-Anhalt prämiert. In den vier Kategorien wird jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro vergeben.
Bis zum 31. August 2010 können sich Unternehmen und Allianzen mit Firmensitz in Sachsen-Anhalt noch am Wettbewerb beteiligen. Informationen zum Hugo-Junkers-Innovationspreis sowie zur Bewerbung sind online unter www.innovationspreis-sachsen-anhalt-2010.de abrufbar. Weitere Informationen zum Wettbewerb sind erhältlich bei:
Kontakt:
MDKK Mitteldeutsche Kommunikations- und Kongressgesellschaft mbH & Co. KG
Sandra Kilian
Tel: 0391 / 53 53 92 82
E-Mail: kilian@mdkk.de
„Unser Flusskraftwerk am Petriförder, Magdeburgs Elb-Promenade im Stadtzentrum, hat eine Kapazität von rund 130 Kilowatt. In einem Jahr können wir bis zu einer Million Kilowattstunden Strom erzeugen. Das reicht um 300 Haushalte zu versorgen“, erklärt Heinrich Schmidt, Gesellschafter und Geschäftsführer der EHG Energie Handel GmbH begeistert. Er hat dieses Pilotprojekt auf den Weg, besser ins Wasser gebracht hat.
Die neuartige, 16 Meter lange und sechs Meter breite Wasserkraftanlage (WKA) erinnert an einen Katamaran in dessen Mitte ein Schaufelrad befestigt ist. Durch den Druck der Wasserströmung setzt sich das Rad in Bewegung, aktiviert einen Generator der Strom erzeugt. Dieser aus erneuerbarer Energie gewonnene Strom wird in das Magdeburger Stromnetz eingespeist. „So einfach, wie es klingt, war es natürlich nicht. Die Elbe mit ihren unterschiedlichen Wasserständen - von Hochwasser bis Niedrigwasser - und den unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten war und ist eine echte Herausforderung. Denn unsere WKA benötigt bei der jetzigen Auslegung des Schaufelrades eine Eintauchtiefe von 1,20 Meter um gute Leistungen zu erreichen“, erklärt Heinrich Schmidt. Deshalb wurden nicht nur die Wasserstände der Elbe der vergangenen 20 Jahr studiert und die Strömung beobachtet. Dazu kamen die zu beachtenden Bau- und Umweltvorschriften. „Weder die Schifffahrt auf der Elbe wird behindert, noch wird in die umliegende Vegetation eingegriffen. Unser Kraftwerk nimmt nur einen kleinen Teil des Elbeflussbettes in Anspruch. Wir nutzen die Strömung zwölf Meter entfernt vom Ufer. Sogar die Fische können uns problemlos umschwimmen“, lacht EHG-Geschäftsführer Schmidt, der in Hannover lebt.
Warum wurde die Idee ausgerechnet in Sachsen-Anhalt umgesetzt und nicht in Niedersachsen? „Da kamen mehrere Faktoren zusammen. Sachsen-Anhalt steckt voller Innovationen, wenn es um die Nutzung von erneuerbaren Energien geht. Dazu gehört zum Beispiel das Netzwerk 'Technologiekompetenz Fluss-Strom', in dem Forschungsinstitutionen, wie das Fraunhofer Institut, die Universität Magdeburg und mittelständische Unternehmen zusammenarbeiten. Alle haben nur ein Ziel - Aus Flusswasser Strom zu gewinnen. Des Weiteren haben wir in der MGT-Ingenieurgesellschaft und ihrem Konstrukteur Werner Führer einen Partner gefunden, der unsere Idee hervorragend umgesetzt hat.“ Übrigens sollen die Anlagen im Magdeburger Industriehafen produziert werden, denn bei der Pilot-Anlage soll es nicht bleiben. Die eigens in Magdeburg gegründete EHG-Tochterfirma „NEW erneuerbare energien GmbH“ soll von Magdeburg aus diese Flusskraftwerke in Deutschland und weltweit bekannt machen. Anfragen aus der Schweiz, Österreich und sogar Kambodscha liegen bereits vor. Angepasst an den entsprechenden Kundenwunsch, an Flussgegebenheiten und Anlagengröße, rechnet Heinrich Schmidt mit Anschaffungskosten von 200.000 Euro, inklusive aller Genehmigungen und Standortsbefestigungen an Land. „Wir gehen von einer anfangs möglichen Produktionskapazität für fünf Anlagen pro Jahr aus. Größere Stückzahlen können bei entsprechender Nachfrage hergestellt werden“, erklärt der begeisterte Fluss-Strom-Erzeuger.
Der studierte Betriebswirt ist sich sicher, dass die zukünftige Energieversorgung nur über die Nutzung erneuerbarer Energien abgesichert werden kann. Schon heute stammen 16 Prozent des global erzeugten Stroms aus Wasserkraftwerken, wie riesigen Talsperren oder Wasserfällen. Und auch hier ist das schwimmende Wasserkraftwerk klar im Vorteil. Denn für die Inbetriebnahme muss der natürliche Flussverlauf nicht geändert oder gar blockiert werden. Und: Der gewonnene Strom, wird wie Wind-und Solar-Strom durch das EEG (erneuerbare Energie-Gesetz) gefördert. „Allerdings sollte die Politik bei Wasserkraftanlagen - wie bei Offshore-Windanlagen - die Wasserkraftwerks-Betreiber von den Netzanschlusskosten entlasten“, fordert Schmidt.
Jetzt muss nur noch eine Speichermöglichkeit für erneuerbare Energien gefunden werden, denn ohne Wind, Sonne oder Wasser bleibt der Mensch machtlos. „Aber ich bin sicher, dass es auch diese Möglichkeit bald geben wird. Und dann werden die Verbraucher jederzeit Strom aus erneuerbarer Energie verfügbar haben, egal ob Niedrigwasser, Hochwasser, Eisgang oder Windstille herrscht.“
Autorin: Dagmar Perschke
Kontakt:
EHG Energie Handel GmbH
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E-Mail: ehg.energie.h@t-online.dehttp://www.e-h-g.net/
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